Bei der Bearbeitung eines Antrags tauchen viele Fragen auf – doch ein Fehler kommt häufiger vor, als man erwarten würde: das Foto. Auch wenn es wie ein kleines Detail wirkt, ist es heute einer der Hauptgründe, warum Behörden einen Visumantrag ablehnen.
Jedes Land hat eigene Vorgaben, und viele davon sind extrem streng. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie diese drei Grundpunkte immer sicherstellen:
- Maximale Schärfe: Das Gesicht muss klar und scharf erkennbar sein, und das Bild muss aktuell sein.
- Keine Accessoires: Kappen, Sonnenbrillen oder Gegenstände, die das Gesicht verdecken, sind nicht erlaubt.
- Neutraler Hintergrund: Der Hintergrund muss einfarbig und möglichst weiß sein.
Ein kleiner Fehler im Foto kann bedeuten, dass Sie den gesamten Prozess von vorne beginnen müssen.
Welche Größe muss das Visumfoto haben?
Auch wenn viele an das klassische „Passfoto“ denken, gilt: Jedes Land hat eigene Vorgaben zur Fotogröße. Schon wenige Millimeter Abweichung können ein Ablehnungsgrund sein – deshalb ist es entscheidend, das Foto an das Zielland anzupassen.
Unser Tipp: Bevor Sie das Foto machen, prüfen Sie immer die exakten Maße, die von den Behörden des Ziellandes verlangt werden. Bei Visagov wird das Foto geprüft, damit diese spezifischen Größen eingehalten werden – so müssen Sie sich keine Sorgen machen.

In welchen Formaten kann ein Foto verlangt werden?
Je nachdem, wie ein Visum beantragt wird, kann das Foto in unterschiedlichen Formaten erforderlich sein. Das sollten Sie wissen:
- Digitales Foto: Heute die häufigste Option, da die meisten Visa online beantragt werden (eVisa).
- Das Standardformat ist JPG.
- Es muss farbig und von guter Qualität sein, darf aber nicht zu groß sein (meist unter 240 kb), damit die Website der Behörde den Upload akzeptiert.
- Gedrucktes Foto: Wird vor allem bei persönlichen Terminen in Botschaften verwendet.
- Es muss auf hochwertigem Fotopapier gedruckt sein.
- Es empfiehlt sich, zwei oder drei Exemplare mitzunehmen, da sie manchmal sowohl dem Antrag als auch dem physischen Visum beigefügt werden müssen.
- Biometrisches Foto: Muss nicht von zu Hause mitgebracht werden. Es wird direkt von den Behörden bei der Ankunft am Flughafen oder beim Termin in der Botschaft aufgenommen. Dabei handelt es sich um ein Hightech-Bild, das zur sicheren Identitätsprüfung dient.
Farben und Beleuchtung: Wie sollte das Foto aussehen?
Damit Ihr Antrag beim ersten Versuch angenommen wird, sind Farben und Beleuchtung entscheidend. Halten Sie sich an diese Grundregeln:
- Immer in Farbe: Schwarzweißfotos oder Schwarzweißkopien dürfen niemals eingereicht werden – sie werden sofort abgelehnt.
- Natürliches Licht: Vermeiden Sie Blitzlicht, das Spiegelungen oder den „Rote-Augen“-Effekt erzeugt. Achten Sie außerdem darauf, dass keine starken Schatten im Gesicht oder auf dem Hintergrund entstehen. Ideal ist weiches, gleichmäßiges Licht ohne Reflexionen.
- Der ideale Hintergrund: Am sichersten ist ein einfarbig weißer Hintergrund. Zwar akzeptieren manche Länder sehr helle Grau- oder Blautöne, aber Weiß ist der universelle Standard und verhindert Kontrastprobleme.
Haltung und Gesichtsausdruck: So sitzen Sie richtig fürs Foto
Damit Behörden (oder intelligente Systeme) Ihre Identität verifizieren können, muss die Haltung sehr genau stimmen. Diese Punkte sind entscheidend, um Fehler zu vermeiden:
- Kopfposition: Der Kopf muss vollständig gerade und mittig sein, mit direktem Blick in die Kamera. Profilaufnahmen oder ein geneigter Kopf sind nicht erlaubt. Das Gesicht sollte etwa zwei Drittel des Bildes einnehmen.
- Neutraler Ausdruck: Am besten ist ein entspannter Gesichtsausdruck. Vermeiden Sie ein übertriebenes Lächeln, vermeiden Sie Stirnrunzeln, und halten Sie den Mund geschlossen. Die Augen müssen geöffnet sein und direkt in die Linse schauen.
- Augen sichtbar: Stellen Sie sicher, dass nichts die Augen verdeckt – nicht einmal Ponyhaar. Die Augen müssen vollständig sichtbar und klar erkennbar sein.
- Brille: Eine Sehhilfe ist erlaubt, wenn sie benötigt wird, aber achten Sie darauf, dass keine Reflexionen auf den Gläsern entstehen und dass der Rahmen die Augen nicht verdeckt. Sonnenbrillen sind strikt verboten.
Dürfen Mützen, Brillen oder Accessoires getragen werden?
Grundsätzlich gilt: maximale Sichtbarkeit. Damit die Behörden Sie fehlerfrei identifizieren können, müssen Sie diese Vorgaben beachten:
- Kappen und Hüte: Kappen, Visors, Hüte oder Schals, die Gesicht oder Haare verdecken, sind nicht erlaubt.
- Religiöse Gründe: Schleier, Turbane oder Kopftücher sind zulässig, sofern sie aus religiösen Gründen getragen werden. Dennoch muss das Gesicht vollständig frei bleiben (Augen, Nase und Mund müssen klar sichtbar sein).
- Sehbrille: Eine Brille darf getragen werden, wenn sie notwendig ist. Die Gläser dürfen jedoch nicht getönt sein und keine Reflexionen erzeugen, die die Augen verdecken. Wenn der Rahmen sehr dick ist und einen Teil der Augen verdeckt, ist es besser, die Brille abzunehmen.
- Sonnenbrille: In allen Fällen verboten, außer bei Vorlage eines ärztlichen Attests, das sie erforderlich macht.

Welche Kleidung ist für das Foto geeignet?
Auch wenn keine formelle Kleidung nötig ist, kann die Kleidung die Visumgenehmigung beeinflussen. Beachten Sie diese praktischen Tipps:
- Schultern bedeckt: In vielen Ländern (z. B. Ägypten, Saudi-Arabien, Indien oder Vietnam) gelten strenge Vorgaben zur Sittsamkeit. Ideal ist ein T-Shirt oder Hemd, das die Schultern bedeckt, und vermeiden Sie tiefe Ausschnitte.
- Kontrastierende Farben: Tragen Sie keine weiße Kleidung, da sie vor weißem Hintergrund „verschwindet“ und der Kopf dadurch „schwebend“ wirken kann. Vermeiden Sie außerdem sehr grelle oder fluoreszierende Farben. Dunkle oder neutrale Töne sind am besten.
- Keine Uniformen: Militär- oder Polizeiuniformen sowie jede Art offizieller Kleidung sind für Visumfotos verboten.
- Gesicht frei: Wenn Sie sehr auffällige Piercings tragen, ist es am sichersten, sie abzunehmen. Achten Sie außerdem darauf, dass Haare die Augen nicht verdecken; bei langem Pony sollten Sie ihn zur Seite streichen.
Welche Länder sind bei Fotos am strengsten?
Auch wenn alle Länder Fotos sorgfältig prüfen, sind die Verifizierungssysteme in manchen Ländern deutlich strenger. Ein kleiner Fehler, der in einem Land vielleicht durchgeht, kann in diesen Ländern sofort zur Ablehnung führen.
Bei Visagov verfügen wir über Erfahrung mit diesen Verfahren, und jede Unterlage wird persönlich geprüft – so müssen Sie sich nicht um die Vorgaben jeder einzelnen Behörde sorgen.
Diese Länder sind in der Regel besonders streng bei Fotos und Dokumentation:
- Vereinigte Staaten: sehr strenge Vorgaben zu Größe (quadratisch) und Gesichtsausdruck.
- Saudi-Arabien und die Golfstaaten: hohe Anforderungen an dezente Kleidung und einen perfekten Hintergrund.
- Indien: sehr hohe Bildqualität und spezifische Maße ohne Spielraum für Fehler.

Welche Fotos werden auf jeden Fall abgelehnt?
Um Zeit und Geld zu sparen, sollten Sie die folgenden Bildtypen nicht einreichen – Behörden lehnen sie sofort ab:
- Gruppenfotos: Das Bild muss immer eine Einzelaufnahme sein. Es darf keine weitere Person zu sehen sein – nicht einmal ein kleines Kind.
- Selfies: Diese sind verboten. Auch wenn das Ergebnis gut aussieht, haben Selfies oft schlechte Beleuchtung, ungünstige Winkel und Hintergrundelemente, die offizielle Systeme nicht akzeptieren.
- Reisefotos oder Ganzkörperfotos: Beschnittene Reisefotos oder Ganzkörperaufnahmen sind nicht zulässig. Das Foto muss ausschließlich Gesicht und Schultern zeigen.
- Alte Fotos: Das Foto muss aktuell sein. Ist es älter als 6 Monate, wird sehr häufig ein neues Foto verlangt, damit das aktuelle Erscheinungsbild mit dem Bild übereinstimmt.
Unser Tipp: Auch wenn Smartphones heute hervorragende Fotos machen, ist ein professioneller Service oder ein zuverlässiges Tool die beste Wahl. Ein Experte sorgt für die richtige Beleuchtung und die exakten Maße – so wird das Visum ohne Probleme genehmigt.
Zusätzliche Tipps für das perfekte Foto
Damit kein Detail übersehen wird, hier die letzten Empfehlungen unserer Experten:
- Babyfotos: Das ist der schwierigste Teil. Ein professioneller Fotograf ist empfehlenswert, da er weiß, wie ein Baby so positioniert wird, dass das Foto gültig ist. Wie bei Erwachsenen muss das Gesicht frei sein und es dürfen keine Accessoires am Kopf getragen werden.
- Nicht bis zur letzten Minute warten: Viele beantragen ein Visum in letzter Minute und haben keine Zeit, ein geeignetes Foto zu besorgen. Das kann zu Verzögerungen oder Ablehnungen führen. Beantragen Sie Ihr Visum frühzeitig, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
- Set für Vielreisende: Wenn Sie häufig geschäftlich reisen, ist es sinnvoll, mehrere digitale und gedruckte Fotos bereitzuhalten. Man weiß nie, wann eine dringende Reise ansteht.
- Natürliches Erscheinungsbild: Achten Sie auf Ihr Aussehen, aber übertreiben Sie es nicht. Vermeiden Sie zu starkes Make-up und setzen Sie auf einen sauberen, natürlichen Look – Gesichtserkennungssysteme funktionieren damit besser.
- Digitale Anpassungen: Wenn Sie ein gutes Foto haben, das jedoch nicht die exakten Maße erfüllt, können Sie es am Computer zuschneiden oder komprimieren. Achten Sie dabei darauf, dass die Qualität nicht leidet.