eTA vs. eVisa: Unterschiede und wichtige Tipps für Ihre Reise

von Visagov | 30. Dezember 2025

Reisepass und Visum

Bei internationalen Reisen ist es entscheidend, dass Sie die richtigen Dokumente besitzen, um an Ihrem Reiseziel einreisen zu dürfen. Derzeit sind die beiden gängigsten digitalen Einreisedokumente eTAs und eVisas.

Obwohl beide online bearbeitet werden, erfüllen sie je nach Ihrer Staatsangehörigkeit und Ihrem Reiseziel unterschiedliche rechtliche Zwecke. Im Folgenden erklären wir die Bedeutung einer eTA, die Merkmale eines eVisa sowie die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden, damit Ihre Reisepläne vollständig den aktuellen Bestimmungen entsprechen.

Was bedeutet eTA?

Eine eTA (Electronic Travel Authorization) ist eine digitale Einreisevoraussetzung für Reisende, die kein klassisches Visum benötigen. Wie die Bezeichnung bereits andeutet, ist eine eTA kein Visum, sondern vielmehr eine Sicherheitsfreigabe im Rahmen einer Vorabprüfung.

Diese Genehmigung ermöglicht es berechtigten Reisenden, ein Reiseziel zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken zu besuchen, ohne einen formellen Visumantrag zu stellen – vorausgesetzt, ihre Staatsangehörigkeit fällt unter ein Visa Waiver Program (VWP).

Wann immer eine eTA verfügbar ist, ist sie die empfohlene Option. Das Antragsverfahren ist deutlich schneller und effizienter als bei einem klassischen Visum, da es vollständig online erfolgt und somit Termine vor Ort in einer Botschaft oder einem Konsulat entfallen.

Wofür steht eVisa?

Ein eVisa (Electronic Visa) ist eine offizielle Reisegenehmigung, die vollständig online beantragt, bearbeitet und ausgestellt wird. Es dient als digitale Alternative zum traditionellen Papier-Visum und macht physische Stempel oder Aufkleber im Reisepass überflüssig.

Obwohl viele Staaten dieses digitale System eingeführt haben, um die Einreise zu vereinfachen, ist es noch nicht überall verfügbar. Daher ist es wichtig, vor der Reiseplanung die konkreten Einreisebestimmungen Ihres Reiseziels zu prüfen.

Der wichtigste Vorteil eines eVisa ist das vereinfachte Antragsverfahren. Im Vergleich zu klassischen Visaverfahren vor Ort sind eVisa deutlich schneller und bequemer, da sie aus der Ferne beantragt werden können, ohne eine Behörde oder eine diplomatische Vertretung aufsuchen zu müssen.

Visumantrag

Wann ist eine eTA statt eines eVisa erforderlich?

Die Anforderung hängt in erster Linie von den Einreisebestimmungen Ihres Ziellandes und Ihrer Staatsangehörigkeit ab. Der weltweite Trend geht derzeit zu verpflichtenden digitalen Genehmigungen: Einige Länder verlangen eine eTA, andere schreiben ein eVisa vor.

Die Entscheidung zwischen beiden orientiert sich in der Regel an folgenden Kriterien:

  • Staatsangehörigkeit und Visa Waiver Program (VWP): Wenn Ihr Staatsangehörigkeitsland Teil eines Visa-Waiver-Programms mit Ihrem Reiseziel ist (z. B. die USA, Kanada oder das aktuelle System des Vereinigten Königreichs für EU- und US-Bürger), müssen Sie in der Regel nur eine eTA beantragen.
  • Keine visumfreie Einreise möglich: Wenn Ihre Staatsangehörigkeit nicht von einem Waiver-Programm abgedeckt ist oder wenn Sie die spezifischen Sicherheitskriterien des VWP nicht erfüllen, müssen Sie ein Visum beantragen. In vielen Fällen ist dies über ein eVisa möglich, sofern das Land eine digitale Plattform anbietet.
  • Reisezweck und Aufenthaltsdauer: Selbst wenn Sie aus einem eTA-berechtigten Land kommen, können bestimmte Aktivitäten – etwa eine längerfristige Arbeit, ein Studium oder Aufenthalte von mehr als 90 Tagen – stattdessen ein formelles Visum oder ein eVisa erfordern.

eTA vs. eVisa: die wichtigsten Unterschiede

Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass eine eTA kein Visum ist, während ein eVisa die digitale Form eines offiziellen Visums ist. Eine eTA kann ausschließlich von Staatsangehörigen beantragt werden, deren Länder mit dem Reiseziel ein Visa-Waiver-Abkommen haben.

Wenn ein Land für alle einreisenden Besucher unabhängig von der Staatsangehörigkeit ein Visum verlangt oder wenn Ihre Staatsangehörigkeit nicht unter ein Waiver-Programm fällt, müssen Sie ein eVisa beantragen (sofern das Land diese digitale Option anbietet).

Außerdem gibt es deutliche Unterschiede bei Gültigkeit und Einreisebedingungen:

  • eTA (Electronic Travel Authorization): Diese ist in der Regel über längere Zeiträume gültig – häufig 2 bis 5 Jahre (oder bis Ihr Reisepass abläuft). Sie erlaubt meist mehrfache Einreisen und kurze Aufenthalte von bis zu 6 Monaten pro Besuch (je nach Land, z. B. im Vereinigten Königreich oder in Kanada).
  • eVisa (Electronic Visa): Dieses hat gewöhnlich eine eingeschränktere Gültigkeitsdauer, häufig zwischen 30 und 90 Tagen. Zwar bieten manche Länder eVisa mit mehrfacher Einreise an, jedoch werden sie häufig als Einreisevisum ausgestellt und sind an die Daten Ihrer geplanten Reise gebunden.

So beantragen Sie eine eTA oder ein eVisa

Auch wenn sich die Verfahren je nach Reiseziel und Art der Genehmigung leicht unterscheiden, läuft der digitale Prozess in der Regel nach diesen vereinfachten Schritten ab:

  1. Formular ausfüllen: Geben Sie Ihre persönlichen Daten und Ihre Reiseplanung an. Wenn Sie sich für visagov entscheiden, können Sie den Vorgang in Ihrer Muttersprache durchführen, die Komplexität ausländischer Behördenportale vermeiden und sicherstellen, dass alle Angaben korrekt übersetzt sind.
  2. Online-Zahlung: Bezahlen Sie die erforderlichen konsularischen Gebühren und Servicegebühren sicher per Kredit- oder Debitkarte.
  3. Dokumentenprüfung: Ein gültiger Reisepass ist für jede eTA- oder eVisa-Beantragung verpflichtend. Die meisten Einwanderungsbehörden verlangen strikt, dass Ihr Reisepass mindestens 6 Monate über Ihr geplantes Einreisedatum hinaus gültig ist.

Nach dem Absenden wird Ihre digitale Genehmigung je nach System des jeweiligen Landes entweder mit Ihrer Reisepassnummer verknüpft oder Ihnen per E-Mail zugesandt.